Gesundheitsthemen










60 Prozent aller Spenden bundesweit steuern Menschen über 60 Jahre bei. Ältere sind damit eine wichtige Stütze für viele Hilfsorganisationen, so der Deutsche Spendenrat. Doch welches Projekt ist seriös? Und wie erfahre ich, wohin mein Geld wirklich fließt? Eine Orientierungshilfe bietet das DZI-Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen.
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Wer regelmäßig Kreuzblütler wie Brokkoli, Rosenkohl oder Blumenkohl auf dem Teller hat, kann offenbar sein Risiko senken, an Dickdarmkrebs zu erkranken. Das zeigt eine Übersichtsstudie aus China. Der schützende Effekt beginnt laut der Publikation ab etwa 20 Gramm pro Tag. Am stärksten ist er, wenn man täglich zwischen 40 und 60 Gramm der gesunden Gewächse verspeist.
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Darüber wird immer wieder diskutiert. Eine Studie hat jetzt gezeigt: Es kommt nicht nur auf die Anzahl der Schritte an, sondern auch darauf, wie viele man davon am Stück geht. Bei weniger als 8000 Schritten pro Tag scheinen längere Spaziergänge besonders gesund zu sein. Wer sich mindestens 15 Minuten am Stück bewegt, reduziert sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um zwei Drittel im Vergleich zu denen, die unter fünf Minuten unterwegs sind. Für die Gesundheit können sich also auch kleine Umwege lohnen!
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Ab sofort werden zahnärztliche Vorsorgeuntersuchungen im Kinderuntersuchungsheft, dem sogenannten Gelben Heft, zusammengefasst. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen. Bislang wurden im Gelben Heft ausschließlich die kinderärztlichen Früherkennungsuntersuchungen (U1 bis U9) erfasst. Zwischen dem sechsten Lebensmonat und dem sechsten Lebensjahr besteht aber auch ein Anspruch auf sechs zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen. Diese wurden bisher gesondert in Kinderzahnpässen erfasst. Mit der Neuerung sollen Eltern einen besseren Überblick bekommen. Bereits vorhandene Gelbe Hefte können weiter genutzt werden. Zahnärztinnen und Zahnärzte verteilen Einlegeblätter.
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Werden bei einer Therapie bewusste Erlebnisse in der Natur mit Musik kombiniert, hat das positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden. So das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie, die im Fachblatt Frontiers publiziert wurde. Menschen, die bewusst die Luft spüren, Pflanzen oder Tiere beobachten oder und dabei singen, musizieren oder Musik hören, berichten von positiven Auswirkungen auf die psychische Gesundheit: Sie erlebten Gefühle von Glück, Freude und Verbindung sowie Momente der Ruhe. Ihre Stimmung und Angstsymptome hätten sich verbessert. Die Studie liefert Hinweise, dass Sinneseindrücke das parasympathische Nervensystem anregen können – jenen Teil des Hirns, der für Entspannung und ein Sicherheitsgefühl sorgt.
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Wer sein Schlafzimmer abdunkelt, schläft nicht nur besser, sondern senkt womöglich auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine britische Studie im Fachmedium JAMA Network Open zeigte, dass nächtliches Licht das Risiko für solche Erkrankungen bei Menschen über 40 Jahre erhöht. In möglichst lichtarmen Umgebungen zu schlafen, sei eine nützliche Strategie für die Gesundheit. Vorhänge, Rollos und Schlafmasken helfen dabei.
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Sie sind erkältet, fühlen sich miserabel und können nicht selbst zum Einkaufen gehen? Ob Nachbarin oder Enkel: Bitten Sie eine nahestehende Person, Ihnen etwas vom Supermarkt mitzubringen. Machen Sie eine Liste mit Dingen, mit denen Sie ein paar Tage überbrücken können. Angaben zu Produkten, Hersteller und Mengen sind oft hilfreich. Haben Sie ein Smartphone? Dann können Sie die Liste fotografieren und per Chat schicken – oder gleich ins Handy tippen. Kann niemand für Sie einkaufen, zögern Sie nicht: Rufen Sie bei Ihrer Gemeinde an. Seniorenbeauftragte können Ihnen Kontakt zu Menschen verschaffen, die Sie unterstützen, eine Nachbarschaftshilfe zum Beispiel. Fehlt es nur an einem warmen Mittagessen, überlegen Sie: Liefert Ihr Lieblingsrestaurant am Ort vielleicht Essen? Auch einige Supermärkte bieten einen Lieferservice – allerdings sollte man sich damit frühzeitig befassen. Denn Sie müssen dafür online etliches ausfüllen und eine Zahlungsmethode hinterlassen. Die Lieferung ist meist erst frühestens am nächsten oder übernächsten Tag möglich. Sie haben aufgrund des Infekts keinen Hunger? Vorsicht! „Nichts zu essen ist keine Lösung“, warnt die Ernährungswissenschaftlerin Dorothee Volkert von der Uni Erlangen-Nürnberg. Wählen Sie Bekömmliches: Eine leichte Suppe wärmt, wirkt wohltuend bei Erkältungen und lässt sich einfach aufwärmen. Tipp: Fleischbrühe und Fleischeinlagen sind empfehlenswert. Denn Fleisch enthält wertvolles Eiweiß. Mit Gemüse und Nudeln wird die Suppe gehaltvoller. Gut, um wieder zu Kräften zu kommen.
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Immer wieder erscheinen Meldungen über gefälschte Abnehmspritzen oder Fake-Rezepte im Internet. Davor warnen nun Verbraucherschützer. Simone Bueb von der Verbraucherzentrale Bayern rät dringend davon ab, die Spritzen bei Anbietern im Internet zu bestellen. Wer ein solches Medikament nutzen möchte, solle sich dieses in jedem Fall vom Arzt oder der Ärztin verschreiben lassen. „Wenn ich ein verschreibungspflichtiges Medikament einfach so im Internet bekomme, ist das ein Indikator, dass damit etwas nicht stimmen kann“, so die Expertin.
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Geht es nach Forschenden der Universität Chicago (USA), sollten gerade ältere Menschen auf mehr Tempo setzen – natürlich vorsichtig, ohne ins Stolpern zu geraten. Schnelleres Gehen kann einer Studie zufolge die Fitness verbessern. Dazu untersuchte das Forschungsteam über vier Monate bei 102 Personen aus Seniorenwohnanlagen. Es gab zwei Gruppen: Die eine Gruppe wurde angewiesen, „so schnell und so sicher wie möglich“ zu gehen, während die andere „entspannt und bequem“ gehen sollte. Beide absolvierten ein Bewegungsprogramm mit drei Einheiten pro Woche, jeweils 45 Minuten. Das Ergebnis: 65 Prozent der „Schnellgeher“ verbesserten sich und konnten längere Strecken zurücklegen. Bei den „Gemütlichen“ waren es immerhin 39 Prozent. Studienleiter Dr. Daniel Rubin betont, dass schon regelmäßige normale Bewegung gut sei. Wer Tempo übt, kann aber Belastungen bald leichter meistern.
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